Hypnose - Eine uralte Technik

Das therapeutische Arbeiten in Trance oder die Hypnose wird wohl seit Anbeginn der Menschheit praktiziert.

Erste Darstellungen und Berichte darüber sind über 5000 Jahre alt und auch in den alten Aufzeichnungen der Chinesen oder in alten Hieroglyphen der Ägypter zu finden. Der Hohepriester, Architekt und Arzt Imhotep, der ca. 2700 v.Chr. lebte, soll die ägyptische Medizin begründet haben. Er schrieb medizinische Schriften und wurde später sogar als Heilgott verehrt.

So wird da auch die (Hypnose-)Technik beschrieben, jemandem eine glänzende Scheibe vor Augen zu halten um einen hypnotischen Zustand zu erreichen. Kranke wurden in speziellen fensterlosen Räumen in tiefe Trancezustände versetzt, um bei den Göttern Heilung zu erlangen.

Jahrhundertelang haben die Menschen diese Techniken geschätzt und weiterentwickelt, bis die Showhypnose ihnen zu einem zweifelhaften Ruf verhalf, und die Angst vor Kontrollverlust, Manipulation und Willenlosigkeit schürte.

Im 19. Jahrhundert begann man parallel dazu Hypnose wissenschaftlich anzuwenden, wie zum Beispiel C.G. Jung und Siegmund Freud. Dabei wurden meist befehlende autoritäre Sprachmuster angewandt. Dr. Milton Erickson (1901 – 1980) begründete später dann die klinische Hypnose, die heute eine anerkannte Methode der Psychotherapie ist.

Heute wird meist mit der indirekten permissiven Hypnose gearbeitet. Dabei wird weder eine „glänzende Scheibe“ noch ein Pendel zur Einleitung verwendet. Die Klienten werden mittels ausgedehnter Einleitungstechniken sanft und auf entspannende Weise in hypnotische Trance begleitet.

Es werden keine Befehle erteilt, sondern ein differenzierter Blick auf Vergangenes und künftige Veränderungen angestoßen und in Aussicht gestellt. Diese Subtilen Suggestionen lassen viel persönlichen Spielraum, sodass auch belastende Erlebnisse und Traumata nicht direkt verbalisiert zu werden brauchen.


Imhotep
Hohepriester Imhotep (2700 v.Chr.)


 

 

 

 

 

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